Unsere Energievision - 100% erneuerbare Energien

Fossile Energieressourcen, wie Öl, Erdgas oder Kohle, sind endlich. Aus dem Abbau, dem Transport und aus der Verbrennung dieser Energie resultieren klimaschädliche Emissionen, wie CO2, und Umweltbelastungen. Darüber hinaus kostet der Import dieser Energie viel Geld: 

70% des Primärenergieverbrauchs Deutschlands in Höhe von 13.293 Petajoule
(1 PJ ≈ 278 GWh) wurden im Jahr 2015 importiert (vgl. Grafik: Konventioneller Energieverbrauch und Importe in Deutschland 2015). Deutschland kostete der Import fossiler Brennstoffe und von Kernenergie im Jahr 2015 knapp 60 Milliarden Euro (vgl. Grafik: Fossile Brennstoffe belasten Handelsbilanz).  

Die Nutzung fossiler Energien für die Strom- und Wärmeproduktion sehen wir daher lediglich als Übergangslösung.

Es ist bereits politisch entschieden, dass bis zum Jahr 2022 in Deutschland alle Kernkraftwerke abgeschaltet werden. Bis heute ist die Entsorgung der Brennelemente nicht gelöst.  

Kernkraft hat für uns daher keine Zukunft.

Trotz Abschaltung der Kernkraftwerke wird Strom in Deutschland nicht knapp werden.

Deutschland hat in den vergangenen Jahren Erzeugungskapazitäten aufgebaut und sehr viel mehr Strom produziert, als im eigenen Land benötigt wurde. Große Mengen Strom wurden exportiert. Darüber hinaus bestehen erhebliche Leistungsreserven, die mehr als doppelt so hoch sind wie die Gesamtleistung der vom Netz gehenden Kernkraftwerke.

Eine Energieversorgung für Deutschland auf Basis erneuerbarer Energien sehen wir als Chance

  • Um dem Klimawandel entgegenzuwirken
  • Um von Energieimporten und vom Kampf um Energieressourcen unabhängig zu werden
  • Um Kosten für Energieimporte zu sparen und sinnvoller zu investieren
  • Um keinen weiteren Atommüll entsorgen zu müssen
  • Um Kompetenzen für zukunftsorientierte Schlüsseltechnologien aufzubauen und diese dann auch Partnerländer anbieten zu können um damit Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen

Für unsere Region haben wir zusammen mit der Stadt Schwäbisch Hall und den Gemeinden Braunsbach, Mainhardt, Michelbach/Bilz, Michelfeld, Rosengarten, Untermünkheim, Vellberg und Wüstenrot eine Vision erarbeitet, wie der Weg zu 100% erneuerbare Energien für unsere Region aussehen könnte.  

Bei einem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien könnte der Strombedarf bereits im Jahr 2030 vollständig mit erneuerbaren Energien gedeckt werden. Dabei wurde angenommen, dass der Strombedarf in der Region mit 360 GWh auf dem Niveau des Jahres 2008 verbleibt. Im Jahr 2030 könnten Biomasse (167 GWh), Fotovoltaik (96 GWh) und Windkraft (84 GWh) einen Großteil des Strombedarfs decken. Von den anvisierten 84 GWh Windenergie werden mit dem Windpark Kohlenstraße heute schon rund 46 GWh Strom pro Jahr vor Ort erzeugt. Der Beitrag der Wasserkraft wird mangels Ausbaupotential nur etwa auf dem heutigen Niveau stagnieren und weiterhin etwa 10 GWh Strom erzeugen. 

Der Anteil erneuerbarer Energien an der Heizenergie wird bis 2030 auf über 400 GWh ausgeweitet werden können. Heizöl, Erdgas und fossile Nahwärme würden dann bei gleichzeitigem Ausbau der erneuerbaren Energien zusammen nur noch etwa 110 GWh Wärmebedarf decken. Der restliche Bedarf könnte mit etwa 210 GWh Biomasse, 11 GWh Solarthermie und 105 GWh Umweltwärme (Wärmepumpe) durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Um erneuerbare Energien verstärkt nutzen zu können, müssen vor allem die Stromnetze schneller ausgebaut werden. Für den Ausbau der Netzinfrastruktur wurden im Energiekonzept 2050 der Bundesregierung Investitionen in Milliardenhöhe beschlossen.

Für die Koordination der bundesweiten Netzentwicklung ist die Bundesnetzagentur verantwortlich, die im Sommer 2017 mit der bundesweiten Konsultation der Netzentwicklungspläne für das Zieljahr 2030 begann. Die regelmäßige Überprüfung des grundsätzlichen Ausbaubedarfs ist die Grundlage für alle weiteren Schritte des Netzausbaus.    

Als Netzbetreiber sorgen wir auf regionaler Netzebene dafür, dass wir die schwankende Einspeisung aus erneuerbaren Energien, wie bei Fotovoltaik und Windkraft, durch Anlagenregelung und Energiespeicherung zukünftig managen können, um die Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität auch weiterhin auf sehr hohem Niveau zu halten.

Im Zuge der Energiewende wird Smart Metering, also das intelligente Messsystem, einen immer höheren Stellenwert bekommen. Der so genannte Smart Meter Gateway Administrator hat dann die Aufgabe für einen sicheren technischen Betrieb dieses intelligenten Messsystems zu sorgen.

Auch für die Installation, Inbetriebnahme, Konfiguration, Administration, Überwachung und Wartung des Smart Meter Gateways und der informationstechnischen Anbindung von Messgeräten und anderen an das Smart Meter Gateway angeschlossenen technischen Einrichtungen, z.B. von externen Marktteilnehmern, ist der Smart Meter Gateway Administrator zuständig.

In Schwäbisch Hall sind wir in der Lage die gesamte Prozesskette bei Netzeingriffen von unserer Leitwarte aus zu steuern und können die Anforderungen als Smart Meter Gateway Administrator in Kooperation mit der Südwestdeutschen Stromhandelsgesellschaft in Tübingen als Dienstleistung erbringen.

Smart Metering