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Der Weg zu 100% Erneuerbare Energien

Bei einem konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien könnte der Strombedarf bereits im Jahr 2030 vollständig mit Erneuerbaren Energien gedeckt und dann bei einem weiteren Ausbau Strom aus der Region exportiert werden. Dabei wird angenommen, dass der Strombedarf in der Region mit 360 GWh auf dem Niveau des Jahres 2008 verbleibt. Im Jahr 2030 könnten Biomasse (167 GWh), Fotovoltaik (96 GWh) und Windkraft (84 GWh) einen Großteil des Strombedarfs decken. Von den anvisierten 84 GWh Windenergie würden bei der Realisierung des geplanten Windenergieprojektes Kohlenstraße rund 46 GWh vor Ort erzeugt. Der Beitrag der Wasserkraft wird mangels Ausbaupotential nur etwa auf dem heutigen Niveau stagnieren und weiterhin etwa 10 GWh Strom erzeugen.

Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Heizenergie wird bis 2030 von 119 GWh auf über 400 GWh ausgeweitet werden können. Heizöl, Erdgas und fossile Nahwärme würden dann bei gleichzeitigem Ausbau der Erneuerbaren Energien zusammen nur noch etwa 110 GWh Wärmebedarf decken. Der restliche Bedarf könnte mit etwa 210 GWh Biomasse, 11 GWh Solarthermie und 105 GWh Umweltwärme (Wärmepumpe) durch Erneuerbare Energien gedeckt werden.

Energieerzeugung

Strom- und Wärmeerzeugung aus 100% erneuerbaren Energien. So heißt das Ziel der Stadtwerke Schwäbisch Hall. Das wird noch eine Weile dauern. Aber als regional verankerter Energiedienstleister sind wir auf dem besten Weg dorthin. Wir wollen unter den ersten sein, die dieses Ziel erreichen.

Entdecken Sie "spielend" die Haller Energievielfalt - mit unserem Kartenspiel "KraftwerksPaket Schwäbisch Hall".

Das 34 Spielkarten umfassende Kartenspiel gibt einen anschaulichen Überblick über die wichtigsten Kraftwerke der Stadtwerke Schwäbisch Hall. Und wie bei den altbekannten "Autokarten" kann man sich mit der Leistung oder der erzeugten Strommenge gegenseitig übertrumpfen.

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Alle Energieerzeugungsanlagen auf einen Blick

Einfach per Mausklick mehr über die einzelnen Kraftwerke in Schwäbisch Hall erfahren. Verschaffen Sie sich so bequem einen Überblick über die Energieerzeugungsanlagen in Schwäbisch Hall. Hier gehts zur Übersichtskarte.

Fotovoltaikanlagen

Im Netzgebiet der Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH gibt es über 2.300 Anlagen mit einer installierten Gesamtleistung von über 42.000 kWp (Kilowatt-Peak).

Die überdurchschnittlich hohe installierte Fotovoltaikleistung führt an sonnigen und lastschwachen Tagen dazu, dass der Strombedarf im Versorgungsgebiet der Haller Stadtwerke vollständig aus Sonnenstrom gedeckt werden kann.

Windkraftanlagen

Die Rotoren voll im Wind! Auch wenn wir einige Kilometer von der nächsten Küste entfernt sind, ist Windkraft ein Baustein in unserer Energieversorgung.

Geplant sind sieben Windräder mit einer elektrischen Leistung von je 3,3 Megawatt.
Vier werden auf dem Gemeindegebiet von Michelbach stehen, drei weitere auf der Gemarkung von Gaildorf und Obersontheim.

Projekte wie der Windpark Kohlenstraße dienen dem Ziel, bis zum Jahr 2030 die Stromversorgung der Region komplett auf erneuerbare Quellen umzustellen.

Wasserkraftanlagen

Wasserkraft ist eine der ältesten Form der Stromerzeugung. So nutzte beispielsweise die Heller’sche Mühle in Schwäbisch Hall das Wasser des Kochers zum Mahlen von Mehl, später dann zur Stromerzeugung. Was an Strom nicht selbst gebraucht wurde, konnte anderen zur Verfügung gestellt werden.

Die Stadtwerke betreiben heute insgesamt sechs Wasserkraftwerke, die jährlich rund 6 Mio. kWh Strom erzeugen. Das entspricht dem Strombedarf von ca. 2.100 Haushalten. Dadurch tragen sie einen großen Anteil zur Reduzierung von Schadstoffen und Kohlendioxid bei.

Kraft-Wärme-Kopplung

Das 2-in-1-Kraftwerk – so könnte man ein Blockheizkraftwerk (BHKW) auch bezeichnen. Hier wird neben Strom nämlich auch Wärme produziert. Letzteres wird in Form von Warmwasser in den Wärmeverbund eingespeist. Das hat positive Folgen für die Umwelt und den Ressourcenschutz, denn der Energiegehalt des Energieträgers (z. B. Erdgas und Biogas) wird hierbei besonders effizient genutzt. Ein Effekt, der sich beziffern lässt:

Gegenüber der Stromerzeugung in einem herkömmlichen Kraftwerk und der Wärmeerzeugung in Kesselanlagen spart das BHKW bis zu 40 % Primärenergie und 65 % Kohlendioxid ein. Die Bundesregierung hat die Kraft-Wärme-Kopplung deshalb im Rahmen des Klimaschutzprogramms als bedeutendste Maßnahme zur Reduzierung von Treibhausgasen benannt.

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall erzeugen an über 30 Standorten Strom durch über 50 Blockheizkraftwerke.

Biomasseanlagen

Aus Pflanzen entsteht Gas, das zu Strom wird

Nachwachsende Rohstoffe leisten einen bedeutenden Beitrag zur Lösung der aktuellen Umwelt- und Energieprobleme. Sie sind permanent verfügbar und können lokal produziert werden. Damit erreicht man Unabhängikeit gegenüber Energiekartellen.

Da diese Energieträger bei der Verbrennung nur so viel CO2 freigeben, wie sie während ihrer Wachstumsphase aufgenommen haben, sind sie im Vergleich zu fossilen Energieträgern CO2-neutral.

Neben drei Holzheizwerken betreiben die Stadtwerke Schwäbisch Hall zwei Biogas-Blockheizkraftwerke und eine Biomethanverstromungsanlage.

Mit sieben Landwirten aus dem Nördlinger Ries wurde eine Kooperation geschlossen. Sie stellen das Biogas her und die Stadtwerke bereiten es zu Biomethan auf. Dieses wird dann ins Erdgasnetz eingespeist und bilanziell in Schwäbisch Hall entnommen.

Nachwachsende Rohstoffe - "Silphie"

Silphie wächst und gedeiht - Zwischenbilanz des Versuchsprojekts stimmt zuversichtlich

Im Mai 2012 ist das Versuchsprojekt „Silphie“ gestartet – mit dem Ziel, die Energiepflanze aus Nordamerika in der Praxis zu erproben. Sie gilt als vielversprechende Alternative zu dem stark in die Kritik geratenen Mais. Nun liegt das erste Zwischenergebnis vor: Das in der Region angepflanzte Gewächs entwickelt sich so gut, dass es die heimische Artenvielfalt unterstützt. Und auch der eigentliche Zweck der Staude, künftig als Rohstoff für Biogasanlagen zu dienen, kann voraussichtlich erfüllt werden. 2,5 Meter hoch ist die „durchwachsene Silphie“ im ersten Versuchsjahr bereits geworden. Der Anbau wurde in Kooperation mit der Bioenergieregion Hohenlohe-Odenwald-Tauber und den Stadtwerken Schwäbisch Hall durchgeführt. Die fachliche Betreuung erfolgte durch das Landwirtschaftsamt des Hohenlohekreises.Im Großversuch wurden auf einer etwa zwei Hektar großen Fläche bei Hohebuch und einem halben Hektar Feld in Hesselbronn im vergangenen Jahr 40.000 Setzlinge aus vier verschiedenen Herkünften gepflanzt. Finanziert wurden die Schösslinge von den Stadtwerken Schwäbisch Hall und in Hohebuch auch auf den Flächen der Stadtwerke im letzten Jahr angepflanzt. Ein Jahr später, scheinen sich die hohen Erwartungen in den Korbblüter zu erfüllen: Wie nach Lehrbuch haben die Stecklinge im Frühjahr eine 50 Zentimeter breite Bodenrosette ausgebildet, sind eindrucksvoll in die Höhe gewachsen und kräftig aufgeblüht. „Bislang sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagt Kerstin Stolzenburg vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg, das den Großversuch auswertet. Die Trockenmasseerträge sowie die Methanausbeute würden zwar noch nicht die Werte von Mais erreichen, könnten aber schon bald konkurrenzfähig werden. „Der Mais hat gegenüber seinem möglichen Substitut, der Silphie, zwar einen Praxisvorsprung“, sagt Stolzenburg. Dieser könnte mit der Zeit aber eingeholt werden. „Wenn wir im Bereich Züchtung, Düngung, Optimierung der Bestandsdichte und Erntezeitpunkte ein wenig mehr Erfahrungen sammeln, können wir auch ähnliche Erträge erreichen.“ Sobald entsprechendes Saatgut zur Verfügung steht, sind die bisherigen Nachteile bei der Pflanzung gegenüber Mais weg. Die Silphie kann 10 Jahre lang geerntet werden und wird nur mit den Gärresten aus der Biogasanlage gedüngt. Für die Landwirte sind diese Felder dann kostengünstiger zu Bewirtschaften. Für die Aussaat, die Düngung und die Ernte können die vorhandenen Gerätschaften verwendet werden. Als Blütenpflanze hat die Silphie ihren Mitstreiter schon jetzt hinter sich gelassen. Die Anbauflächen stehen in gelber Pracht. Auch die Bienen haben dieses Paradies schon für sich entdeckt und nutzen das zusätzliche Nahrungsangebot. Die Imker sind sehr froh um die Blüten im Hochsommer, in dem sonst nicht so viel blüht, sagt Dr. Wolfgang Eißen, Chef des Landwirtschaftsamtes in Öhringen. Und auch Stadtwerke-Geschäftsführer Gebhard Gentner zeigt sich vom Wachstum der Stauden begeistert: „Besonders freut mich, dass die Silphie nicht nur für umweltschonende Energie aus Biogasanlagen steht, sondern dadurch wird auch eine Möglichkeit aufgezeigt, wie durch Biogasanlagen eine Pflanzenvielfalt erreicht werden kann, die man durch die klassische Bewirtschaftung nicht erreicht.

Weitere Informationen zur Erprobung der "Durchwachsenen Silphie" von Frau Stolzenburg vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg finden Sie hier.


Großkraftwerk

Ein Höchstmaß an Flexibilität, das garantiert uns die Beteiligung am Erdgas- und Dampfturbinenkraftwerk in Hamm-Uentrop. Das in technischer wie ökologischer Hinsicht modernsten Standards entsprechende Kraftwerk wird mit Erdgas betrieben und besitzt eine Leistung von 850 Megawatt. Pro Jahr können so rund 6,4 Mrd. kWh Strom erzeugt werden. Das Kraftwerk ging Ende 2007 ans Netz und erzeugt seitdem umweltfreundlichen Strom für 1,8 Millionen Haushalte.

Mehr Infos unter http://www.trianel-hamm.de/.

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